Langzeit-EKG
Ein normales EKG und ein Ergometrie-Ekg erfassen die Herzaktionen nur für wenige Minuten.
Bei einem Langzeit-EKG hingegen wird die Herztätigkeit in der Regel über einen Tag und eine Nacht lang aufgezeichnet. Wir kleben dem Patienten hierfür Elektroden auf die Brust, die elektrische Signale an ein kleines tragbares Aufnahmegerät übermitteln.
Während der Aufzeichnung führt der Patient sein Leben wie gewohnt weiter (Ausnahme: Schwimmen und Wasser!).
Ein Langzeit-EKG dient in erster Linie zur Erkennung von Herzrhythmusstörungen. Auch Rhythmusstörungen, die nur gelegentlich auftreten, wie z.B. kurze Anfälle von Herzrasen oder ein unregelmäßiger Herzschlag, können auf diese Weise diagnostiziert werden. Weiter können Schwindelattacken, die durch Herzunregelmäßigkeiten ausgelöst werden, erkannt werden.
Ein Langzeit-EKG funktioniert wie ein herkömmliches Elektrokardiogramm. Es wird jedoch gewöhnlich über einen Zeitraum von 24 Stunden, wenigstens aber über 18 Stunden aufgezeichnet.
Es wird eingesetzt, um sporadisch auftretende Herzrhythmusstörungen zu finden, die wegen ihres seltenen Auftretens in einem normalen EKG oftmals nicht erkannt werden können. Vor allem bei Menschen mit Durchblutungsstörungen, zeigt das Langzeit-EKG häufig Herzrhythmusstörungen auf, die dringend behandelt werden müssen, obwohl der Betroffene selber gar nichts davon bemerkt.
Darüber hinaus findet das Langzeit-EKG Anwendung zur Diagnose von Synkopen (kurzer Bewusstseinsverlust z.B. durch Herzklappenfehler) und zur Therapiekontrolle bei Herzschrittmachern.

